autobahn

Enttäuscht

In großen Teilen des Harz liegt so was von gar kein Schnee. Keine einzige Flocke.

Langfristig

westpark-parkenNoch entzieht sich meiner Kenntnis, welches Großereignis es notwendig macht, temporäre Halteverbotsschilder bereits ein dreiviertel Jahr vorab in der Strasse nebenan aufzustellen. Sicher scheint nur, dass der August 2008 gemeint ist, da die Schilder erst vor einigen Tagen aufgetaucht sind. Noch erstaunlicher als die langfristige Vorausplanung und Ankündigung dieser verkehrsregelnden Massnahmen ist allerdings, dass sich bereits seit gestern niemand mehr traut dort zu parken. Mindestens für die nächsten 288 Tage und 5 Stunden.

Nutzlos

westpark-bodycountMeine Hausautobahn ist nicht nur Stauschwerpunkt. Sie entwickelt sich auch zur Todesstrecke. Deshalb wurden vor geraumer Zeit weiße Mahnkreuze am Straßenrand errichtet. Um an die Vernunft der Verkehrsteilnehmer zu appelieren (nachdem Sarah, Philipp und Collien an dieser Aufgabe gescheitert sind). Eine Art Bodycount mit Erziehungseffekt also. In der Theorie. In der Praxis und subjektiv betrachtet, völlig nutzlos. Vor allem, wenn der gestresste Mittvierziger im Ingolstädter Nobelkombi (bei knapp einhundertachtzig) wild gestikulierend, seiner Sekretärin die Protokoll- neufassung vom Vortag ins Telefon diktiert. Und parallel unbedingt überprüfen will, ob mein Nummernschild (und wahrscheinlich auch dass meines Vordermannes) noch mit einer gültigen TÜV-Plakette versehen ist. Über die Leitplanke schauen und einen diskursiven Erkenntnisprozess starten, ist dabei nun wirklich nicht mehr drin.

Murmeltiertag

Schon wieder: Hamburg. Landungsbrücken nur von weitem. Und kein Fischbrötchen. Stattdessen Salat. Verdammt!

Blöd

Es überraschenderweise tatsächlich mal bis nach Hamburg zu schaffen. Aufgrund einer unglücklichen Kombination aus Stau, Job und Wetter dann trotzdem nur einen kurzen Blick aus der Ferne auf die Landungsbrücken werfen. Und das fest eingeplante Fischbrötchen total verpassen. Schweinewelt.

Last Exit Walhall

westpark-totMan kommt ins Grübeln, wenn einem ein Dreißigtonner dieser Spedition begegnet. Und fragt sich, was die Nordmänner da tatsächlich in Richtung Polarkreis transportieren. Und wozu dieses riesige Hightech-Kühlaggregat gebraucht wird. Zum Mitgrübeln hier die Infos zur letzten Autobahnausfahrt der nordischen Mythologie. Schlägt auf jeden Fall meinen bisherigen Favoriten für Kopfkino verursachende Lastkraftwagenbeschriftungen.

Unentschlossen

westpark-142Einhundertzweiundvierzig Kilometer bedeutet ohne Stau knapp eine Stunde und knapp sieben Liter Diesel. Kein Aufwand also und ein gutes Argument einfach mal auf ein Fischbrötchen bei den Landungsbrücken oder in der Speicherstadt vorbeizuschauen. Bin dann trotzdem die nächste Ausfahrt runter. Wie an jedem Tag. Arbeiten.

Soundtrack: das von den Sternen.

Großstadt ABC

Hey Kids, mal kurz aufpassen. Das hier sind die Dinge, die man als cooler Kerl nicht tut, wenn man das erste Mal in der großen Stadt ist und versucht die Mädels anzugraben: Man hängt seine Ellbogen nicht aus einem (A)lilafarbenen, (B)schlecht gepimpten Kleinwagen raus, (C)rotzt aus dem Fenster, während man seine (D)Light-Zigaretten (E)pafft und den (F)neuesten Chartbreaker von DJ Ötzi hört. Und vor allem tut man das nicht, wenn man (G)einen Schaal des Meisters der Herzen aus der verbotenen Stadt im Rückfenster hängen hat und sich gerade im schwarz-gelben Kernland befindet.

So, das wird jetzt zwanzig mal an die Tafel geschrieben und auswendig gelernt. Dann lachen Euch bei Eurem nächsten Sonntagsausflug die Leute an der Ampel auch nicht mehr aus. Und der nette Mann im Auto nebenan, sagt Euch dann auch den richtigen Weg zur nächsten Tankstelle - versprochen!

Und bevor hier jetzt Fragen kommen: Den DJ Ötzi konnte ich mir aus rein dramaturgischen Gründen nicht verkneifen. Aber es war ähnlich.

Und Tschüss

Eine Woche nichts tun im Norden. Mit dem tiefgründigem Gefühl, dass ich mir das aber auch so was von verdient habe.

Nach Hause

"Wenn Du pendelst, bist Du nirgendwo richtig zuhause" hat vor ein paar Tagen jemand zu mir gesagt. Ich nehme an, er konnte es nicht besser wissen - als Rheinländer, der inzwischen aus Überzeugung in Bayern lebt. Ich pendle seit Jahren, das eine ist Job, das andere ist Zuhause. Obwohl ich nicht dort geboren bin. Schon was dran: home is, where your heart is.

Notiz an mich: Das hier in die Autobahn-Playlist aufnehmen.

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Zuletzt aktualisiert: 2008-10-25 14:27

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